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Nach einem Nachtflug von New York nach Düsseldorf trafen die 15 Wittekindler aus der EF und Q1 zusammen mit ihren Begleiterinnen Silke Horst und Eva Holzberger am 5. Oktober wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken wieder in Lübbecke ein. Nach zwei Tagen in New York City (vom 24.09.2018  bis zum 26.09.2018), die der Gruppe vom Wittekind-Gymnasium das atemberaubende Panorama vom Empire State Building, einen ausführlichen Besuch im 9/11 Memorial Museum sowie eine Bootsfahrt an der Freiheitsstatue vorbei nach Staten Island und vieles mehr boten, waren viele der Lübbecker Schüler froh, das hektische Stadtleben hinter sich lassen zu können und nun endlich aufs Land zu ihren schon über Instagram und WhatsApp bekannten Austauschpartnern zu reisen. 

Stilecht wurde die Gruppe von einem typisch knallgelben amerikanischen Schulbus inmitten Manhattans abgeholt und über die klassischen Highways in den Nordwesten des Bundesstaates New York nach Delhi gefahren. 

Je näher das Ziel kam, desto aufgeregter wurden die Mädchen und Jungen, bis dann das altehrwürdige und imposante Gebäude der Delhi High School auftauchte. Und auch der Ort selbst schien alle Spielfilm-Klischees zu erfüllen: weiß-gestrichene Holzhäuser mit klassischer Veranda, Kürbisse vor der Haustür, amerikanische Flaggen überall. 

Die sieben Nächte vor Ort versprachen ein abwechslungsreiches Programm, in dem die Schülerinnen und Schüler einerseits den Schulalltag mit Mathematik, Chemie und Literaturunterricht auf Englisch erlebten. Für sie selbst wurde es noch aufregender, als sie ihre vorbereiteten Präsentationen zu Themen wie deutschen Wissenschaftlern oder der Wiedervereinigung in der Landessprache vorstellen mussten. Andererseits gab es viele schöne Ausflüge ins Umland. Die Bundeshauptstadt Albany stand natürlich mit einem Besuch auf dem Plan, aber auch Spaß in einem Trampolinpark oder ein echter Burger in einer Shoppingmall gehörten zu den Highlights der Woche. In Reminiszenz an die Emigranten mit deutschen Wurzeln bewunderten alle im Nachbarcounty Schoharie die über 200 Jahre alten Wohnhäuser pfälzischer Einwanderer. Diese lebten mit den dort ansässigen Irokesen friedlich zusammen, sodass Deutsch, für die Irokesen einfacher zu lernen, zu einer gemeinsamen Sprache wurde. 

Schnell kam die Gruppe wieder in der Gegenwart an, als bei einem Besuch des örtlichen Colleges herauskam, dass Bildung in den USA nicht kostenfrei ist und beispielsweise eine Ausbildung zum Maurer oder als Krankenschwester ca. 100.000 US-Dollar kostet. Man kann am SUNY-Delhi-College auch Golf-Management studieren und ein engagierter Gastvater, der Professor für dieses Fach ist, unterrichtete die Jugendlichen auf dem Golf-Platz im Putten und Abschlagen. 

Das Wochenende gehörte den Gastfamilien, die sich sehr große Mühe gaben, dem deutschen Gast etwas zu bieten: Camping mit Lachsfischen, Tennis auf der US-Open Anlage oder ein Aufenthalt auf Cape Cod. Daneben gab es auch gemeinschaftliche Aktionen wie ein Marshmallow-Lagerfeuer oder Mitternachtsbowling.

Jona Unverfährt bemerkte „Ein Urlaub ist nichts im Vergleich zu dem, was wir hier erlebt haben“ und dies wurde besonders am letzten Abend deutlich, als eine vorgezogene Thanksgiving Abschiedsfeier mit Truthahn und Applepie organisiert wurde. Da verwunderte es nicht, dass auf beiden Seiten Tränen bei der Abfahrt am nächsten Morgen vergossen wurden, obwohl schon im November das Wiedersehen in Lübbecke ansteht.

Besonders positiv bleibt die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der amerikanischen Partner und Gastfamilien in Erinnerung, welche Anna Kröger mit den Worten „Es ist unglaublich, wie sehr einem Menschen in einer Woche ans Herz wachsen können!“ zusammenfasste.

Und so waren sich auf der Fahrt zum Flughafen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: „Das war die beste Erfahrung unseres Lebens!“