14. April 2026

Vielfalt, Genuss und Debatten: Wittekind-Gymnasium feiert EU-Projekttag

Geschrieben von Silke Horst

Europa ist weit mehr als nur ein geografischer Kontinent – es ist ein gelebtes Projekt. Unter diesem Leitgedanken stand am 14.04.2026 das gesamte Wittekind-Gymnasium im Zeichen des traditionellen EU-Projekttages. Als zertifizierte Europaschule blickt das Gymnasium auf eine langjährige Tradition zurück, diesen Tag jährlich mit einem umfangreichen und fachübergreifenden Programm zu gestalten.

Besonders lebhaft ging es in der Unter- und Mittelstufe zu. Während die Jahrgänge 5 bis 10 gemeinsam mit ihren Klassenleiterteams geografische, sprachliche und kulturelle Schwerpunkte erarbeiteten, widmete sich die Jahrgangsstufe 6 einem Thema, das buchstäblich den Geschmack traf: „Was isst Europa?“. Nach einer theoretischen Auseinandersetzung mit europäischen Ernährungsgewohnheiten folgte die Praxis. Eine Schülergruppe verlegte den Unterricht sogar in die Küche der Stadtschule, um dort landestypische Spezialitäten zuzubereiten. Die Schulgemeinschaft dankt dem Kooperationspartner herzlich für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, die diesen kulinarischen Exkurs ermöglichten. Andere Klassen kochten mit Hilfe von Eltern und Großeltern in den eigenen Räumlichkeiten.

In der Oberstufe (EF und Q1) stand die Vermittlung politischer Kompetenzen im Vordergrund. In verschiedenen Planspielen schlüpften die Schüler:innen in die Rollen von Entscheidungsträgern. Während beim Szenario „Fakt oder Fake“ der Umgang mit Desinformation im digitalen Zeitalter thematisiert wurde, setzten sich andere Gruppen intensiv mit der Lage der LGBTI-Rechte in den verschiedenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auseinander. Ziel war es, komplexe politische Prozesse und die Bedeutung von Grundrechten greifbar und erlebbar zu machen.

Neben den politischen und geografischen Themen bot der Projekttag auch Raum für künstlerische Entfaltung. Unter der Leitung von Leon Herbst entstanden abstrakte Gemälde, während eine weitere Gruppe unter Anleitung von Thorsten Held an einem plastischen Kunstwerk arbeitete.

Ein kulturelles Highlight war der Poetry-Slam-Workshop. Hierfür konnte das Gymnasium den bekannten Künstler Mario El Toro aus Köln gewinnen. Er unterstützte die Jugendlichen dabei, ihre Gedanken zu Europa und gesellschaftlichen Fragen in kreative Wortbeiträge zu fassen und diese wirkungsvoll zu präsentieren.

 

Der Projekttag unterstrich einmal mehr das Profil des Wittekind-Gymnasiums als Europaschule. Die Schulleiterin Katrin Höcker-Gaertner betonte die Bedeutung des Tages: „In Zeiten globaler Herausforderungen ist es wichtiger denn je, das Verständnis für die europäische Identität und die gemeinsamen Werte zu stärken.“ Der Projekttag ist seit Jahren ein fester Anker im Schulkalender und fördert den Dialog über die Grenzen der Klassenzimmer hinaus.

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